01) Simsende Schüler in Neuseeland Wer in Neuseeland bei einer Schularbeit Shakespeare zitiert, darf "2b or nt 2b" schreiben. Die SMS-Version der Hamlet-Äußerung "to be or not to be" - Sein oder nicht sein - wird nicht als Fehler angekreidet.
Die neuseeländische Schulbehörde, der New Zealand Qualifications Authority (NZQA), ist zu der Ansicht gelangt, dass die Schulen sich neuen Kommunikationsformen anpassen müssen.
Die Schüler seien zwar angehalten, korrekt zu schreiben, doch sollten Texte mit Abkürzungen akzeptiert werden. Vor allem unter jungen Leuten gängige Abkürzungen haben sich entwickelt, um das Schreiben von Textnachrichten auf dem Handy zu erleichtern.
Daher wird "Simsen" dieses Jahr bei den schriftlichen Prüfungen für die Sekundärstufe zugelassen – mit der Einschränkung, dass dies nur bei Prüfungen möglich sei, in denen es nicht primär um die sprachliche Leistung geht. In Englisch werden Abkürzungen weiterhin als Fehler bewertet.
Die Entscheidung hat zu kontroversen Diskussionen geführt. Viele Eltern und Behörden lehnen die neue Regelung ab. Schüler und manche Lehrer begrüßten die Entscheidung, weil sie die Situation in den Klassenräumen reflektiere.
Die neuen Prüfungsregelungen lösten auch im Parlament eine heftige Debatte aus. Die Opposition warf dem Bildungsminister vor, "nur cool sein" zu wollen. "Die Schüler laufen Gefahr, von den Lehrern nicht verstanden zu werden und durchzufallen, wenn sie die Abkürzungen benutzen", sagte ein Oppositionspolitiker.
Der Bildungsminister scheint nun unter dem Druck einen Rückzieher machen zu wollen. Es habe, so versicherte er, keine Veränderungen in Bezug auf Abkürzungen gegeben. Wo Abkürzungen angemessen seien, könne man diese verwenden, in Prüfungen seien sie jedoch nicht angemessen.
02) Eisberge als neueste Touristen-Attraktion Neuseeland sieht sich mit einem seltenen Phänomen konfrontiert: Ein ganzer Schwarm von Eisbergen treibt in den Gewässern vor der Südostküste der Südinsel. Der größte ist 1,8 Kilometer lang und erhebt sich rund 120 Meter über die Wasseroberfläche.
Flüge zu diesen Eisbergen sind die neueste Touristen-Attraktion. Sie ziehen Reisende und Einheimische magisch an. Ein Helicopterflug zu den im tiefblauen Wasser schwimmenden weißen Riesen kostet etwa 500 NZ-Dollar (260 Euro) pro Kopf. Alle Passagiere kehren von den Eisbergen mit leuchtenden Augen zurück.
Die Hoffnung ist groß, dass die mit einer Geschwindigkeit von rund zwei Kilometern pro Stunde schwimmenden Eisberge bald vor den Toren Christchurchs auftauchen werden. Die Eisriesen schmelzen zwar auf dem Weg in den wärmeren Norden rapide; da jedoch 90 Prozent ihrer Masse unter Wasser sind, verschwinden sie auch im derzeit milden Frühlingswetter auf der Südhalbkugel nicht von einem Tag auf den anderen.
Die Reise der Eisberge begann vermutlich vor sechs Jahren, als ein 167 Kilometer langer und 32 Kilometer breiter Brocken namens A 43 von der Antarktis abbrach. Er zerbrach im Lauf der Zeit, zahlreiche Stücke gelangten durch günstige Winde Anfang November in die Küstenströmung, die sie jetzt weiter nach Norden treibt.
Mit der globalen Erwärmung muss dieses Phämomen aber nicht zwangsläufig zusammenhängen. Große Eisberge lösen sich alle 50 bis 60 Jahre von der Antarktis.
03) Mietwagen Neuseeland Es gibt wohl keine schönere Art, die beliebtesten Reiseziele Neuseelands zu entdecken als mit dem eigenen Pkw...unabhängig, ungebunden, frei...
In Neuseeland stehen Ihnen eine Vielzahl von Mietwagen-Kategorien unserer Partner zur Verfügung. Von verschiedenen PKW-Gruppen unterschiedlicher Größe und Geländewagen bis hin zu Minibussen für kleinere Gruppen.
Mit zahlreichen Stationen in Neuseeland können Sie Ihre Reise flexibel gestalten. Alle Vermieter bieten qualitativ hochwertige Fahrzeuge und einen erstklassiven Service.
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04) Geheimwaffe gegen jugendliche Gewalttäter Im Kampf gegen jugendliche Gewalttäter setzt die Polizei im neuseeländischen Nelson auf eine neue - eher unkonventionelle - Geheimwaffe.
Die Beamten wollen Sammelplätze junger Rowdies mit der Musik von Schmusesänger Barry Manilow beschallen.
Songs wie die Mega-Schnulze "Mandy", "Copacabana", "Can't Take My Eyes Off You" und andere Musik sollen die jungen Unruhestifter vertreiben, hofft die Polizei.
Die Gangs würden sich dann nicht länger auf einem städtischen Parkplatz herumtreiben, auf dem sie sich bisher zahlreiche Kämpfe lieferten.
05) Diabetes bedroht Maoris Die alarmierend hohe Zahl an Diabetes-Erkrankungen unter den Ureinwohnern Neuseelands bedroht das Überleben des ganzen Volkes.
Unter den noch 500.000 Maoris in Neuseeland stirbt jeder fünfte bereits an Diabetes, verglichen mit einer Rate von vier Prozent allen übrigen Neuseeländern.
Die Maoris sind durch die rasche Anpassung an die westliche Ernährung besonders anfällig für die Typ-2-Diabetes, die vor allem durch Fettleibigkeit entsteht.
Die Maoris könnten bis Ende des Jahrhunderts ausgestorben sein, warnen jetzt Diabetes-Forscher. Die Ureinwohner im Südpazifik seien physiologisch weniger gut auf einen westlichen Lebensstil eingestellt.
06) Kurzmeldungen --- Neuseeland schützt Weissen Hai ---
Die Jagd auf den vom Aussterben bedrohten Weissen Hai steht in Neuseeland künftig unter Strafe. Wer einen solchen Fisch tötet oder verletzt, muss sich von April 2007 an vor dem Gesetz verantworten. Die Verordnung gilt bis zu 350 Kilometer vor der neuseeländischen Küste. Auch ist es verboten, Körperteile von Weissen Haien zu besitzen oder mit ihnen zu handeln. Bei einem Verstoss drohen bis zu sechs Monate Haft und eine Geldstrafe von 250.000 neuseeländischen Dollar (ca. 129.000 Euro). Der Weisse Hai ist bei Wilderern beliebt, weil er viel Geld einbringt. So bringt ein Kiefer des Weissen Haies angeblich über 9000 Euro ein, für Zähne sollen bis zu 900 Euro gezahlt werden.
--- Erneut Wale in Neuseeland gestrandet ---
Ein Schwarm Grindwale gerieten an der Ostküste Neuseelands zu weit in flache Gewässer und strandete. Helfern gelang es, 40 der Tiere zurück ins Meer zu bugsieren. 38 Meeressäuger verendeten am Strand von Ruakaka. Ein Jungtier, das sich von der Gruppe entfernt hatte, wurde eingeschläfert. Es bestand die Gefahr, dass das sterbende Tier andere Wale mit seinen Rufen wieder an den Strand zurücklockt. Der flach abfallende Strand ist schon häufig zur tödlichen Falle für Wale geworden. Warum die Meeressäuger immer wieder in für sie gefährlich niedrige Gewässer schwimmen, haben die Experten noch nicht herausgefunden. Nach Angaben des Ministeriums stranden in Neuseeland so viele Wale wie kaum anderswo in der Welt.
07) Unser Buch-Tipp: Bildband Neuseeland Mit beeindruckenden Bildern und stimmungsvollen Texten portraitieren die beiden Autoren Dirk Bleyer und Thomas Linkel die Neuseeländer und einige der spektakulärsten und abwechslungsreichsten Landschaften unserer Erde.
Wenn man sich diesen Bildband ansieht, möchte man am Liebsten seine Sachen packen und schleunigst an das Ende der Welt fliegen! Wunderschöne Bilder!!