01) Neuseeland im Rugbyfieber In Neuseeland herrscht momentan der sportliche Ausnahmezustand. Es ist Rugby-Weltmeisterschaft in Australien. Die All Blacks, so der Name der neuseeländischen Nationalmannschaft, wollen nach 1987 zum zweiten Mal den World-Cup gewinnen. Das Team ist einer der Top-Favoriten.
In den ersten Vorrundenspielen wurden die Gegner Italien, Kanada und Tonga ohne größere Probleme aus dem Weg geräumt. Am 02.11. gilt es gegen das Team aus Wales den ersten Gruppenplatz zu sichern.
Etwa 120.000 der über vier Millionen Neuseeländer spielen Rugby. Kein Wunder, dass sich Medien und Wirtschaft voll auf das sportliche Großereignis eingestellt haben: Fast alle Spiele werden live im TV übertragen. Bei den großen Tageszeitungen hat der Sport die Politik und Wirtschaft auf die hinteren Seiten verdrängt. Es gibt Pfefferminz-Plätzchen, Kreditkarten und sogar Hamburger in "All-Black". An den Hochhäusern Aucklands hängen überdimensionale Konterfeis der Stars Tana Umaga und Reuben Thorne.
Die dominierende Meinung in der Bevölkerung lautet: Die Kiwis gewinnen den Cup. Wer etwas anderes glaubt, wird als Vaterlandsverräter geächtet. An ein Desaster wie bei der WM 1999 in Frankreich, als Neuseeland im Halbfinale gegen den Gastgeber verlor, will niemand denken.
Das Land ist nirgendwo so geeint wie im Rugby. Die kräftigen Maori hatten das Spiel schnell für sich entdeckt und waren nicht wie im Rest der Gesellschaft ausgegrenzt, sondern fester Bestandteil.
Sie alle tanzen Haka, den Maori-Tanz. "Ka Mate! Ka Mate! Ka Ora! Ka Ora!" (Das ist der Tod! Das ist der Tod! Das ist das Leben! Das ist das Leben!). Dazu schlagen sich die Spieler auf die Oberschenkel. Die Muskeln sind gespannt, die Augen rollen, die Zunge ist raus gestreckt. So erregt er Furcht, der wahre All Black.
Umfangreiche Informationen über die Geschichte des Haka sowie viele Videoclips können Sie sich hier online ansehen.
02) Schulaufenthalt in Neuseeland Aufgrund seiner geringen Größe und Bevölkerungszahl besitzt Neuseeland eine relativ einfache Verwaltungsstruktur. Die Schulen unterstehen zunächst der Schulaufsichtsbehörde der einzelnen Regionen, die wiederum dem Unterrichtsministerium in Wellington untergeordnet sind. Die einzelnen Schulen besitzen relativ große Unabhängigkeit in Bezug auf Lehrerauswahl und Budgetierung. Sie können sich selbständig für die Aufnahme von ausländischen Gastschülern entscheiden, müssen dabei aber natürlich gewisse Bedingungen erfüllen, die der laufenden Kontrolle der Schulaufsicht unterliegen.
In Neuseeland dauert die Schulzeit 13 Jahre. Das Schuljahr beginnt Ende Januar und ist in 4 Terms von je 9-11 Wochen Länge unterteilt. Dazwischen liegen jeweils 2 Ferienwochen. Die Sommerferien dauern 6 Wochen. Für europäische Schüler empfiehlt sich ein Einstieg zu Beginn des neuseeländischen Schuljahres oder am Ende unseres Schuljahres, also zu Term 3 im Juli. Grundsätzlich ist aber ein Beginn in jedem Term möglich. Ebenso ist ggf. auch eine Verlängerung des Aufenthalts vor Ort möglich.
Neuseeländische Schulen sind Ganztagesschulen, in denen auch Schulkleidung getragen wird. Der Unterricht beginnt zwischen 8:30 und 9:00 Uhr und endet meist zwischen 15:00 und 15:45 Uhr. Jede Schule verfügt über eine Kantine, in der Lunch-Verpflegung gekauft werden kann.
Gemäß angelsächsischer Tradition wird durchgängig nach dem Kurssystem unterrichtet. In der Regel wählen die Schueler 5-6 Unterrichtsfaecher aus unterschiedlichen Aufgabenfeldern aus.
Diese Wahl kann weitgehend nach den persönlichen Neigungen vorgenommen werden. Die Schüler werden dabei von einem eigens für sie zuständigen Counsellor beraten und unterstützt. Er ist in allen Schulfragen wie Stundenplangestaltung, Orientierung oder Problemen der erste Anlaufpunkt.
Projektorientierung, Freiarbeit sowie gruppenbezogenes Lernen stehen im Vordergrund des Unterrichts. Die Schüler arbeiten selbständig in kleinen Gruppen, häufig mit Hilfe des Computers oder in der schuleigenen Bibliothek. Alle Schulen sind sehr gut mit Computern ausgestattet und haben Internet-Zugang, wobei jeder Schüler auch seine eigene Mailbox erhält. Lernerfahrungen ausserhalb des Schulgebäudes sind wichtiger Bestandteil der Erziehung. Traditionell ist das Angebot an sportlichen und kulturellen Aktivitäten in Form von Arbeitsgemeinschaften besonders gross.
Die Unterbringung der Schüler erfolgt in Gastfamilien, die von der Gastschule nach strengen Kriterien ausgesucht werden. Bei der Auswahl des Homestay wird größter Wert auf eine möglichst nahe Orientierung am Persönlichkeitsprofil des Schülers gelegt. Während des gesamten Aufenthalts steht ein International Student Coordinator der Schule mit Rat und Tat zur Verfügung. Schon bei ihrer Ankunft auf dem Flughafen werden die Schüler von ihm oder ihr zusammen mit einem Mitglied der Gastfamilie empfangen. Am ersten Schultag findet eine Informationsveranstaltung für alle neuen Schüler an der Schule statt.
Weitere Informationen über Schulaufenthalte in Neuseeland erhalten Sie auf der Website von Southern Cross Education.
Diese Website hat die Antwort auf Fragen des täglichen Lebens in Neuseeland. So erfährt man dort, dass die Volljährigleit erst im Alter von 20 Jahren erreicht wird. Haben Sie sich umfangreich informiert, können Sie am "Know Your Rights"-Quiz teilnehmen.
Know Your Rights? - http://www.cab.org.nz/ **********
Kakapo Recovery
Nur 86 Exemplare gibt es noch von den Kakapos, den flugunfähigen Eulenpapageien, die nur in Neuseeland vorkommen und lange Zeit als ausgestorben galten. Einige Wissenschaftler und freiwillige Helfer haben sich in einem der aufwendigsten Artenschutzprogramme der Erde das ehrgeizige Ziel gesetzt, diese stark bedrohte Art vor dem Aussterben zu bewahren.
http://www.kakaporecovery.org.nz
04) Unser Buchtip: Lonely Planet - New Zealand Neuseeland - früher der Traum zahlreicher Auswanderer, heute das Fernreiseziel par excellence für Backpacker, Hochzeitsreisende und Gruppenurlauber.
Für jeden hält dieses atemberaubende Land etwas bereit. An besonders unternehmungslustige Individualreisende richtet sich dieser Reiseführer, der von seinem Benutzer eine wichtige Eigenschaft abverlangt: Nur wer Englisch kann - nicht besonders gut, aber die Grundzuege eben -, wird mit diesem Führer seine Freude haben.
Aber dann richtig. Denn es gibt nichts, was man in ihm nicht findet. Gegliedert in kleine regionale Abschnitte, macht er es dem Benutzer leicht, das gewünschte Gebiet zu finden. Aus jeder Beschreibung kann man herauslesen, ob der Weg für einen selbst geeignet ist, was man beachten sollte, wie man am besten anreist usw.