01) Nächster Wahltermin angekündigt Neuseelands Premierministerin Helen Clark (55) hat verkünden lassen, dass die Neuseeländerinnen und Neuseelaender am 17. September zur Wahlurne gehen, um ein neues Parlament zu wählen.
Ministerpräsidentin Helen Clark, die seit 1999 an der Spitze einer Minderheitsregierung steht, strebt eine dritte Amtszeit an. Ihre Labour-Partei verfügt nur über 51 der 120 Parlamentssitze. Dazu kommen zwei Sitze ihres kleinen Koalitionspartners, der Fortschrittspartei. Stärkste Oppositionspartei ist die konservative Nationalpartei mit ihrem Vorsitzenden Don Brash.
Im Focus des Wahlkampfes wird unter anderem die Haltung der verschiedenen Parteien zum Irakkrieg stehen. Während die Regierung vor zwei Jahren eine Beteiligung an der US-geführten Invasion abgelehnt hatte, sagte der konservative Brash seinerzeit, dass er den USA gefolgt wäre.
Nach Meinungsumfragen kann derzeit keine Partei mit einer absoluten Mehrheit rechnen. Zur Zeit liegen "Labour" und "National" gleichauf mit 39 %. Die Grünen können auf 6 % der Stimmen hoffen. Als Zünglein an der Waage gilt die New Zealand First Party, die sich vor allem gegen eine weitere Einwanderung ausländischer Migranten stemmt. Unentschlossen sind noch 12 % der Wähler.
Die offizielle Wahlkampagne wird am 21. August in Auckland eröffnet. Tatsächlich aber haben die beiden großen Parteien Neuseelands ihre erbitterte Kampagne schon letzten Monat gestartet. Damit sind die "Kiwis" in guter Gesellschaft. In Deutschland wird (voraussichtlich) nur einen Tag später ein neuer Bundestag gewählt.
02) Parteiführer wegen Vergewaltigung verurteilt Ein neuseeländisches Gericht hat den ehemaligen Chef einer christlichen Partei wegen der Vergewaltigung eines acht Jahre alten Mädchens und sexueller Misshandlungen zweier weiterer Kinder zu insgesamt neun Jahren Gefängnis verurteilt.
Graham Capill, der früher die Partei Christliches Erbe anführte, bat bei der Urteilsverkündung seine Opfer unter Tränen um Verzeihung und räumte ein, dass seine Taten ein "Höchstmaß an Heuchelei" darstellten.
Der 46-Jährige, der selbst Vater von neun Kindern ist, hatte im Wahlkampf moralische Werte eingefordert. Capill hatte sogar als Staatsanwalt gearbeitet.
03) Ale - das Bier für Weinkenner Schwenk Dein Glass, atme das Aroma ein, kannst Du den würzigen Geschmack riechen? Jetzt wisch Dir erst mal den Schaum von der Nase!
Ale ist das Bier für Weinkenner, hier trifft Brauerei auf Kunstgenuss. Mit der Prduktion von 800 Liter "roten Ale-Biers" wurde es eigens für das Künstlerfestivals in Christchurch kreiert. Dicky Fife, Besitzer der In-Kneipe "Dux de Luxe", hat es in der hauseigenen kleinen Brauerei hergestellt.
Er sei sich natürlich bewusst, wie riskant es sein kann, ein Getränk auf den Markt zu bringen, dass auch die Bordeauxwein-Trinker überzeugen soll.
Das Ergebnis dieses Brau-Experiments wird frisch gezapft, mitten im Herzen des Künstlerviertels in Christchurch, erhältlich sein. Das neue Bier hat einen würzigen Geschmack und einen etwas höheren Alkoholanteil als gewöhnliches Bier. Die Kneipe "Dux de Luxe" hat außerdem sieben weitere Standardsorten und vier saisonbedingte Biersorten im Ausschank.
Das Christchurch Arts Festival findet alle 2 Jahre statt, mit Darbietungen und Höhepunkten aus Ballett, Theater, Oper, Zirkuskunst und Symphonieorchestervorstellungen.
04) Neuseeland kämpft gegen Bioinvasoren Die Besiedelung durch den Menschen hat die seltene Fauna und Flora Neuseelands an den Rand des Aussterbens gebracht. Nun berichtet BBC-Online über den Plan der Ausrottung von Ratten in einem Naturschutzreservat auf der Nordinsel. Dann soll das Gebiet wieder vom flugunfähigen Kiwi, dem Nationalvogel, besiedelt werden.
Im Zentrum der Nordinsel rund um den Berg Maungatautari wird derzeit ein 47 Kilometer langer Wall gezogen. Wenn er fertig ist, werden alle Tiere, die nicht heimisch sind, vergiftet. Dann werden Rattenköder ausgelegt, die für jeden Nager in Reichweite liegen müssen.
Neuseeland hat einige Erfahrung mit dem Ausrotten von eingeschleppten Spezies, die sich mangels Feinde explosionsartig vermehren: Die subantarktische Campbell-Island war bereits einmal in den Schlagzeilen der Ökologen. Norwegische Ratten hatten der Vogelpopulation schwere Schäden zugefügt. Nur ein Notprogramm bei dem Rattenköder mit Flugzeugen abgeworfen wurden, konnte die Insel und die seltene Fauna retten.
Jüngsten Untersuchungen zufolge hat sich die Natur auf der inzwischen unbewohnten Insel wieder normalisiert. Mit dem Verschwinden der Nager ist auch ein Urbewohner der Inseln wieder aufgetaucht: Der Weta, ein grillenähnliches Insekt, hat seine Heimat wiederbesiedelt.
Seit dem Erfolg auf Campbell Island ist den neuseeländischen Behörden bereits auch auf 12 anderen Inseln gelungen Nagetiere zu vernichten.
Experten haben vorgerechnet, dass invasive Arten für den größten Verlust der Biodiversität verantwortlich sind und gleich nach dem Verlust des Lebensraumes einer der Hauptgründe für das Aussterben von Lebewesen sind. Bedroht sind nicht nur die beiden großen Hauptinseln Neuseelands, sondern auch die mehr als 100 umliegenden kleinen Eilande.
05) Ein Hai bringt Forscher zum Umdenken Der Weg eines mit einem Peilsender versehenen Weißen Hais durch den Pazifischen Ozean östlich von Neuseeland läßt Wissenschaftler entgegen bisheriger Erfahrungen und Messdaten auf neue Erkenntnise schließen.
Der 4-Meter lange Hai, "Tessa" genannt, dessen Reise am 8. April in der Nähe der Chatham Inseln begann, legte über 1.000 km zurück und entfernete sich dabei weit von den Küstenlinien, hinaus in den Pazifischen Ozean. Bisher nahm man an, dass diese Haiart sich immer unweit der Küstenregionen tummelt.
Die großen weißen Haie sind in der Regel überall um die abgelegenen Chatham Inseln, den nordöstlichsten Zipfel Neuseelands, zu finden.
Dieses unerwartete Ergebnis zeigt, wie wenig erforscht das Leben der Weißen Haie eigentlich ist.
Der World Wildlife Fund (WWF) macht indes auf die Bedrohung des Weißen Hais durch die Menschen aufmerksam. Noch immer werde die Gefährlichkeit der Tiere übertrieben. Nicht der Mensch müsse Angst haben, sondern umgekehrt: Nach Schätzungen verenden jährlich 70 bis 100 Millionen Haie durch menschliche Einflüsse.
Der Fisch wird vom WWF in der Roten Liste als "gefährdet" eingestuft. Einige regionale Populationen gelten sogar als "stark gefährdet" oder "vom Aussterben bedroht".
06) Unser Buch-Tipp: ADAC Reisemagazin Neuseeland Am schönen, anderen Ende der Welt ist die Welt noch längst nicht zu Ende: Vulkane, Geysire, Fjorde, Gletscher, subtropische Strände - gibt's in Neuseeland dicht an dicht.
Wo anfangen? Mit einer Wanderung auf dem Milford Track, einer Paddeltour auf dem Wanganui oder einer Wohnmobil-Reise durchs Northland? Und dann hat Neuseeland ja neben natürlichen Superlativen auch sonst viel zu bieten: Auckland - die faszinierende Metropole.