01) Neuseeland warnt vor "Herr der Ringe"-Effekt Die neuseeländischen Behörden schlagen Alarm, nachdem die schönen Landschaftsbilder aus der Film-Trilogie "Herr der Ringe" eine wachsende Zahl unerfahrerener Freizeit-Kletterer auf die Berge des Landes gelockt haben.
Was sich im Film als pittoreske Kulisse präsentiert, ist in der Realität ein Berggebiet, in das man sich besser nicht ohne bergsteigerische Erfahrung begeben sollte.
Allein in den vergangenen vier Monaten seien zehn ausländische Bergsteiger am Mount Cook in den Tod gestürzt, warnte die neuseeländische Bergwacht.
Zuletzt war am Dienstag ein 22-jähriger Australier am Mount Cook verunglückt. Die Vermarktung des Landes als Spielplatz für Abenteuerhungrige werde weitere Reisende anlocken, die Zahl der Todesfälle werde unvermeidlich steigen, sagte Bergwacht-Chef Ian Nicholson.
Viele der Verunglückten seien durch extremes Wetter überrascht worden, sagte Nicholson. Andere seien Risiken eingegangen, um ihren selbst gesetzten Tour-Zeitplan einzuhalten.
02) Hundertwasser-Toilette sorgt für Stunk Kein Aprilscherz - eine von dem österreichischen Künstler Friedensreich Hundertwasser gestaltete öffentliche Toilette in Neuseeland sorgt derzeit für Stunk: Denn die Scharen von Touristen, die das mit farbenprächtigen Mosaiken verzierte Klo in Kawakawa nördlich von Auckland aufsuchten, wuerden die Toilette nicht nur bestaunen, sondern auch benutzen, sagte die Vorsitzende der Gemeindeverwaltung.
Auf dem wellenförmigen Boden des Klohauses würden sich Wasser, Urin und Desinfektionsmittel auf unangenehme Weise vermengen, sagte die Gemeinde-Vorsitzende. Sie schlug daher den Bau oeffentlicher Toiletten vor oder die Erhebung einer Gebühr für die Benutzung des Hundertwasser-Pissoirs.
Ein Verwaltungsratsmitglied sagte, die Toiletten sei zwar eine surreale Anlage, aber keine sanitäre: "Hundertwasser war ein hervorragender Künstler, aber er wußte über den Bau von Toiletten ebenso viel wie Sie und ich."
Der Vorsitzende der österreichischen Hundertwasser-Stiftung, Joram Harel, hielt in einem offenen Brief dagegen: Die Toilette in Kawakawa sei ein Platz, "an dem sich Menschen erhaben, fröhlich und wie zu Hause" fühlten. Sie wegen Gestanks zu schließen, "wäre ein Betrug an Hundertwasser und seinem Vermächtnis an Kawakawa".
03) Maori-Fernsehen ging auf Sendung Nach langem Ringen erhielten die Maori in Neuseeland einen eigenen Fernsehsender. Der Maori Television Service (MTS) soll mit einer Mischung aus Unterhaltung und Nachrichten, die sich vor allem auf Themen der neuseeländischen Ureinwohner konzentrieren, auf Sendung gehen.
Der Startschuss für den mit Steuergeldern unterstützten MTS fiel am 28. Maerz. Mindestens 50 Prozent der Sendungen müssen in der Sprache der Maori ausgestrahlt werden. Geplant ist, letztlich alle Programme mit englischen Untertiteln zu versehen.
Einen besonderen Service will auch die Wettervorhersage von MTS bieten: Neben Temperaturen und Niederschlag sollen unter anderem Prognosen für gute Fischfangzeiten oder für die Gartenarbeit aufgenommen werden.
Politische Kontroversen überschatten bereits den Sendestart von MTS. Die Nationalpartei hat angekündigt, dass sie im Falle eines Wahlsiegs im nächsten Jahr dem Sender vermutlich die Unterstützung entziehen würde.
Unter den vier Million Einwohnern Neuseelands sind 530.000 Maori. Nur knapp zehn Prozent von ihnen sprechen die Sprache ihres Volkes; Maori wurde erst 1987 neben Englisch als offizielle Sprache anerkannt.
04) Unser Buchtipp: Kauderwelsch, Neuseeland Slang Was man von einer Sprache in der Schule lernt, ist eine Sache, was man wirklich spricht, eine andere.
Für Reisende, die nicht nur verstanden werden möchten, sondern auch verstehen wollen, "was Sache ist", bieten die Slang-Titel der Kauderwelsch-Reihe Woerter, Sätze und Ausdrücke der Umgangssprache, die man täglich hört, aber vom Lehrer verschwiegen wurden und auch kaum im Woerterbuch zu finden sind.
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