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 Newsletter vom 01.02.2006

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INHALT +++ INHALT +++ INHALT +++ INHALT

Das lesen Sie in dieser Ausgabe:
01) Neuseeland ist Umweltsieger
02) Arzt macht Praxis zum Bordell
03) Mit Hundefutter gegen Hungersnot in Kenia
04) Air New Zealand mit neuem Service
05) Stürme machen Obsternte zu schaffen

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01) Neuseeland ist Umweltsieger
Die Reiseführer für Neuseeland müssen wohl alle umgeschrieben werden: Statt 20 Schafe pro Einwohner kommen inzwischen nicht einmal mehr zehn der wollespendenden Tiere auf einen Neuseeländer.

Neuseeland ist Sieger eines weltweiten Umweltschutzvergleichs, der von den US-Universitäten Yale und Columbia erstellt wurde. Auf den Spitzenplätzen folgen mit Schweden, Finnland, Tschechien, Großbritannien, Österreich und Dänemark gleich sechs EU-Staaten.

Wer denkt, Deutschland sei im Umweltschutz ganz vorne, irrt: Es reichte nur zum 22. Platz. Insgesamt wurden 133 Staaten untersucht.

Neuseelands Umwelt ist intakt, das wurde mit 88 von 100 möglichen Punkten belohnt. Alle auf den vorderen Rängen platzierten Länder haben erheblich in den Umweltschutz investiert. Das zahlt sich auf Dauer aus.

Es gibt eine signifikante Relation zwischen Forschungsausgaben und der Innovationskraft eines Landes. Auch Finnland und Schweden beweisen dies. Also raus aus den Vergangenheitssubventionen und hinein in die Förderung der zukunftsorientierten Forschung.

Die Forscher bewerteten die Länder nach 16 Kriterien. Darunter: Qualität des Trinkwassers, Ausstattung mit sanitären Anlagen, die Qualität der Luft oder die Artenvielfalt, die verschieden gewichtet wurden.

Besonders beim letzten Kriterium schnitt Deutschland schlecht ab: 80 Millionen Einwohner zersiedeln das Land, Straßen zerschneiden Waldgebiete. So fehlen - anders als in Neuseeland - naturnahe, wilde Regionen, in denen sich unterschiedliche Tiere wohlfühlen.

Die komplette Studie als PDF-Download (5 MB) gibt es hier:www.yale.edu

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02) Arzt macht Praxis zum Bordell
Eine ungewöhnliche Geschäftsidee hat ein Arzt in dem kleinen Örtchen Coopers Beach, etwa 350 Kilometer nördlich von Auckland gelegen: Dr. Neil Benson hat im vergangenen April seine Praxis geschlossen, weil er nicht genug verdient hat, und will nun in den ehemaligen Praxisräumen ein Bordell eröffnen.

Inzwischen verfügt er über eine Konzession für das Etablissement, mit dem er Touristen und Ortsansässige beglücken wolle.

So weithergeholt sei die Idee schließlich nicht, sagte Benson. Es geht um eine sehr private Dienstleistung und um Vertraulichkeit, und darum ist es auch in einer Praxis - also eigentlich kein so großer Unterschied.

Benson hatte sich mit den örtlichen Gesundheitsbehörden über seine Arbeit außerhalb der Praxiszeiten gestritten, die nicht bezahlt worden war. Nach eigenen Angaben hatte er die mangelnde Hilfe der Behörden, der Gemeinde und seiner Kollegen satt, als er sich im vergangenen Jahr zu dem Schritt entschloss. Sein Plan sei zwar umstritten, aber "die Männer im Ort" unterstützten ihn.

Einwohner äußerten sich angesichts der Größe des beschaulichen Küstenortes skeptisch über die versprochene Diskretion. Andere unterstellten ihm, er wolle der Gemeinde wegen mangelnder Unterstützung seiner Praxis eins auswischen.

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03) Mit Hundefutter gegen Hungersnot in Kenia
Wegen der Hungersnot in Kenia hat eine neuseeländische Unternehmerin eine bizarre Hilfsaktion vorgeschlagen. Sie wollte mehr als 40 Tonnen Hunde-Trockenfutter in das afrikanische Land senden.

Das Futter enthalte viele Nährstoffe, sie selbst streue es sich ins Müsli. Kenianische Politiker reagieren empört. Die Regierung in Nairobi lehnte ab: So schlecht gehe es den Menschen noch nicht. Das Unternehmen "Mighty Mix" wollte das Trockenfutter nach Kenia senden, nachdem die Chefin der Firma von der Hungersnot im Land erfahren hatte.

Nach Regierungsangaben sind in Kenia wegen der anhaltenden Dürre etwa 3,5 Millionen Menschen von der Hungersnot bedroht. Die Hilfsorganisation Oxfam kritisiert, dass die Regierung einen Teil der Ernte aus dem Westen des Landes lieber exportiert als ihn zur Hunger-Bekämpfung im Norden und Osten einzusetzen.

Angeblich liegen bereits tausende Nothilfepackungen mit dem Hundefutterpulver in Neuseeland bereit. Ob sie jemals den Hafen verlassen werden, ist angesichts der ablehnenden Haltung Kenias sehr unwahrscheinlich.

Hundefutter für Kenia??

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04) Air New Zealand mit neuem Service
Gemäß dem Motto "Wir bringen Ihnen Neuseeland näher" wurden die Langstrecken-Flugzeuge der Air New Zealand komplett neu ausgestattet. Auf der Strecke London - Los Angeles - Auckland sind bereits Flugzeuge im neuen Design im Einsatz.

Diese haben eine neue Kabinen-Einteilung in Business Premier, Pacific Premium Economy und Pacific Economy. Zu den Highlights zählen bequemere Sitze (in der Business Premier in ein über 2m langes Bett verwandelbar). Die neue Pacific Premium Economy bietet einen Sitzabstand von 102 Zentimetern und eine Sitzweite von 47 Zentimetern.

Modernstes Entertainment sorgt für Kurzweil: Über 780 Stunden Spielfilme jeden Genres, Filme mit Informationen über Neuseeland und die anderen Reiseziele sowie 3-D-Landkarten, die den Flugverlauf anzeigen.

Für kulinarischen Genuss sorgt die verfeinerte Speisen- und Getränke-Auswahl. Die neuesten Food Trends und die besten neuseeländischen Weine werden serviert.

Das Unterhaltungsprogramm können die Passagiere individuell steuern und auf großen Bildschirmen genießen. Mit der neuen Klasse ist Air New Zealand die einzige Fluggesellschaft, die Premium Economy-Sitze auf den Strecken nach und von Neuseeland anbietet.

Jetzt preisgünstig nach Neuseeland fliegen.

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05) Stürme machen Obsternte zu schaffen
Heftige Stürme auf der Nordinsel Neuseelands haben nicht nur den für die Ernte wichtigen Regen gebracht, sondern auch Schäden angerichtet.

Laut MetService gab es in der Bay of Plenty während 24 Stunden an einigen Stellen Niederschläge von 140 mm, die Windgeschwindigkeit betrug in den Gebieten von Tauranga, Whakatane und Rotorua bis zu 75 Kilometer pro Stunde.

Für Äußerungen über das Ausmaß der Schäden sei es noch zu früh.

In den Obstgärten im Gebiet Katikati sind viele Früchte zu Boden gegangen. Die meisten dieser angestoßenen Früchte werden weiterverarbeitet, was den Erzeugern aber nur 35 Cent pro Kilo einbringt und nicht vergleichsweise 1,50 Dollar pro Kilo für den Export. Dies bedeute einen beträchtlichen Einnahmeverlust für die Erzeuger.

Während die aus der Blüte des letzten Jahres entstandenen Früchte bei diesem Unwetter nicht schwerwiegend beschädigt wurden, hatte ihnen jedoch ein Kälteeinbruch Ende November bereits zugesetzt.

Die Aussichten einer reichhaltigen Ernte in der nächsten Saison sind daher nicht so rosig. (Quelle: fruchtportal.de)

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