01) Weniger Schafe in Neuseeland Die Reiseführer für Neuseeland müssen wohl alle umgeschrieben werden: Statt 20 Schafe pro Einwohner kommen inzwischen nicht einmal mehr zehn der wollespendenden Tiere auf einen Neuseeländer.
Der offiziellen Statistik zufolge sank die Zahl der Schafe im Jahr 2004 auf 39 Millionen, während knapp über 4 Millionen Menschen in Neuseeland leben.
Die meisten Schafe wurden 1982 in Neuseeland gezählt: Damals waren es 70,3 Millionen.
02) Einwohnerzahl Aucklands wächst schneller als erwartet Die Einwohnerzahl Aucklands könnte schon im Jahre 2031 die Grenze von 2 Millionen überschreiten. Das wäre 20 Jahre früher als von Stadteplanern noch vor fünf Jahren geschätzt.
In den letzten 18 Monaten wuchs die Population täglich um mehr als 100. Etwa die Hälfte der Neuankömmlinge sind Immigranten aus aller Welt, darunter viele Polinesier mit ihren Familien.
Wenn dieser Trend nachhaltig sein sollte, wofür alle vorliegenden Prognosen sprechen, werden in ca. 30 Jahren die Hälfte aller Neuseeländer in der einzigen Millionenmetropole des Landes wohnen.
03) Schlechtwetterlage läßt Franz Josef-Gletscher wachsen Klimaforscher sehen die Ursache für das schnelle Wachstum des Gletschers in der ungewöhnlich lange anhaltenden stürmischen und kalten Witterung im Jahr 2004.
Die Folge ist, dass der Gletscher jeden Tag mehr Eis und Schnee anhäuft und ständig wächst. Als Folge dessen mussten Bergführer Pfade und Brücken neu verlegen und Gletscherspalten schliessen. Zusätzliche Sicherungsgeländer wurden aufgestellt um mögliche Gefahrenstellen zu entschärfen.
Während in den europäischen Alpen die Gletscher ganz massiv zurueckgehen und möglicherweise in 50 Jahren vollständig verschwunden sein werden, spielt sich am Franz Josef-Gletscher zur Zeit genau das Gegenteil ab.
04) Eisberge vor Neuseeland gesichtet Erstmals seit 57 Jahren sind Anfang Januar Eisberge aus der Antarktis vor den Küsten Neuseelands gesichtet worden. Bis zu 15 Eisberge, einige davon rund drei Kilometer groß, schwimmen vor der südlichsten neuseeländischen Insel Campbell Island, rund 600 Kilometer von den Hauptinseln entfernt.
Die Schifffahrtsbehörde gab eine Warnung für Schiffe in dem Gebiet heraus. Zuletzt waren 1948 Eisberge in neuseeländischen Gewässern gesichtet worden.
Nach Angaben des Instituts für Atmosphärenforschungs hat Neuseeland den kältesten Dezember seit 1945 erlebt.
Wissenschaftlern zufolge ist es jedoch zu früh, die Eisberge dem globalen Klimawandel zuzuschreiben. Eisberge wurden schon früher in neuseeländischen Gewässern beobachtet. Beobachtungen gab es bereits um 1890, 1920, 1930 und im Jahr 1948. 1931 konnten sogar vor der Küste Dunedins Eisberge bestaunt werden.
Ein Zusammenhang zwischen dem beobachteten Abbrechen riesiger antarktischer Eisberge und einem sich schnell ändernden Klima kann jedoch auch nicht einfach abgetan werden.
Die jetzt gesichteten Eisberge haben ihren Ursprung vermutlich im Ross- und Weddel-Meer der Antarktis. Es müsseen ursprünglich sehr große Eismengen beteiligt gewesen sein, da die Eisberge eine mehrere tausend Kilometer lange Reise durch relativ warme Gewässer von bis zu acht Grad Celsius überstanden haben.
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