01) Neuseeländische Autorin Janet Frame gestorben Janet Frame, eine der bedeutendsten Schriftstellerinnen Neuseelands, ist am Donnerstag (29.01.04) gestorben. Sie erlag in einem Krankenhaus ihrer Heimatstadt Dunedin einem schweren Krebsleiden.
In Deutschland wurde die Autorin vor allem durch ihren autobiografischen Roman "Ein Engel an meiner Tafel" ("An angel at my table") bekannt, den die neuseeländische Regisseurin Jane Campion 1990 mit grossem Erfolg verfilmte. In dem Buch beschreibt Frame ihre Kindheit, Jugend und ihren schwierigen Weg zu einem Leben als Schriftstellerin. Psychische Probleme belasteten sie, sie erlitt hunderte Elektroschocks wegen vermeintlicher Schizophrenie.
Neuseelands Ministerpräsidentin Helen Clark nannte die Autorin eine "inspirierende Person, die viele Menschen in Neuseeland tief berührt hat". Frame wurde mehrmals für den Literatur-Nobelpreis vorgeschlagen, zuletzt im Jahr 2003.
Nachdem bei ihr im vergangenen Sommer Leukaemie diagnostiziert worden war, sagte sie, sie müsste das Werk, an dem sie zurzeit arbeite, "für eine Weile beiseite legen".
Janet Frame wuchs in Dunedin in ärmlichen Verhältnissen auf. Bereits als Schülerin veröffentlichte sie Gedichte. Nach einer Lehrerausbildung verliess sie schon nach einem Jahr den Schuldienst und arbeitete als Bedienung in Vorstadthotels. Nach einem Selbstmordversuch kam sie in psychiatrische Behandlung. Bis 1947 entstanden die Erzählungen ihres ersten Buchs "Die Lagune", das mit dem bedeutendsten neuseeländischen Literaturpreis ausgezeichnet wurde.
02) Vier Golden Globes für den "Herrn der Ringe" Bei der Vergabe der Golden Globes gewann die dritte Folge des Fantasy-Dramas "Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs" mit vier Preisen knapp. Die Jury zeichnete den Film in Beverly Hills in den Sparten Filmdrama, Musik und Filmsong aus. Annie Lennox bekam die Auszeichnung für ihr Lied "Into the West". Der Neuseeländer Peter Jackson holte sich außerdem den Regie-Preis.
Nach Angaben des US-Fernsehsenders NBC waren bei der Übertragung der Gala-Show 250 Millionen Zuschauer in 130 Ländern live dabei. Der Golden Globe wird von den rund 90 Mitgliedern der Hollywood-Auslandspresse (HFPA) verliehen. Die Verleihung der Globes gilt als Testlauf für die Oscar-Verleihung Ende Februar.
"Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs" konnte in neun Wochen schon über neun Millionen Besucher in Deutschland in die Kinos locken und dürfte zum Monatsende die 10 Mio-Marke einreißen.
03) Maori-Protest gegen Verstaatlichung der Küste In Neuseeland wächst der Widerstand der Maori gegen Pläne der Regierung zur Verstaatlichung von Küste und Meeresboden. Das Gesetzesvorhaben sei eine Kriegserklärung an die Maori, sagte Stammesführerin Margaret Mutu am Mittwoch vor dem Waitangi-Tribunal, dem Verfassungsorgan für Klagen der Urbevölkerung gegen die Regierung in Wellington.
Nach Ansicht der Maori verstösst das Vorhaben der Regierung, die 18.700 Kilometer lange Küste in öffentliches Eigentum umzuwandeln, gegen den Waitangi-Pakt von 1840. In dem zwischen den Maori und der britischen Kolonialmacht geschlossenen Gründungsvertrag Neuseelands wird den Maori das Eigentumsrecht über ihr Land, ihre Wälder und die Fischereizonen garantiert. Einige Stämme wollen vor der Küste Aquakultur betreiben. Sie versprechen sich von der Zucht von Fischen und Meerestieren Einnahmen in Millionenhöhe.
Ministerpräsidentin Helen Clark signalisierte, den Maori könnten bis zu 20 Prozent der für Aquakultur geöffneten Küste zur Verfügung gestellt oder Kompensationen gezahlt werden.
Von den rund vier Millionen Neuseeländern sind 540.000 Maori. Sie gehören zu den ärmsten Einwohnern. Die Arbeitslosenquote ist unter den Maori extrem hoch.
04) Ozeanien - Kult und Visionen Im Lippischen Landesmuseum Detmold findet noch bis zum 15.02.04 die Ausstellung "Ozeanien - Kult und Visionen" statt, welche der Vergangenheit und Gegenwart der Kunst und Kultur Ozeaniens gewidmet ist.
Die zweite Ausstellung des Zyklus führt den Besucher nicht nur in die Ferne des Pazifischen Ozeans, sondern auch in die Welt einer faszinierenden Steinzeitkultur. Mit einer unermesslichen Vielfalt an Ausdrucksweisen und Formensprachen steht die Kunst Ozeaniens im Mittelpunkt dieser Ausstellung. Eine Kunst, die durch ihre Ursprünglichkeit und Phantasie avantgardistische, nach dem Unverbrauchten Ausschau haltende Künstler wie Picasso und die deutschen Expressionisten beeinflusste.
Ziel dieser Ausstellung ist es, den Besuchern die Kunst Ozeaniens in einer Auswahl qualitativ herausragender Skulpturen, Masken und Schmuckobjekte nahe zu bringen. Die ca. 200 zum größten Teil noch nie gezeigten Kunstwerke stammen aus den umfangreichen Magazinbeständen deutscher Völkerkunde- und Missionsmuseen.
Ozeanien - Kult und Visionen ist eine Ausstellung, die an die Emotionalität der Besucher und in der facettenreichen Vielfalt der Weltkulturen das spontane Erleben eines Kunstwerks in den Mittelpunkt stellt. Das gegenseitige Verständnis für die Gemeinsamkeiten dieser Weltkulturen enthält auch eine Chance zu einer Vertiefung der Beziehungen der verschiedenen Völker untereinander:
http://www.kultundvisionen.org/
05) Kurz angesurft South Sea Hotel: Stewart Island
Das South Sea Hotel auf Stewart Island ist das südlichste Pub Neuseelands. Fischer und Touristen treffen sich hier zum Trinken und Klönen.
Berühmt ist auch das einzige Pub im South Sea Hotel, das in den vergangenen Jahren viele Besitzer hatte, manche nur für wenige Tage. Hier spielt sich im wesentlichen das Nachtleben ab - einfach und sehr spontan - wie die Insulaner versichern:
http://www.stewart-island.co.nz/ *** *** ***
Sprachtest online
45 Prozent der Deutschen behaupten von sich, Englisch verhandlungssicher zu sprechen. Doch wenn es dann wirklich zu Verhandlungen mit internationalen Geschäftspartnern kommt, geht vielen die Fremdsprache nicht leicht über die Lippen.
So werden viele deutsche Sprichwörter und feststehende Ausdrücke direkt ins Englische übersetzt. In vielen Fällen trifft die Formulierung den Nagel auf den Kopf. So spricht auch der Angelsachse von der Spitze des Eisbergs als "tip of the iceberg", und der "Spatz in der Hand" ist "the bird in the hand".
Andererseits gibt es auch eine ganze Menge Fallen, in die leicht tappt, wer seiner Sache nicht sicher ist – und damit den Geschäftspartner aus dem Ausland verwirrt, wenn nicht gar beleidigt. In folgenden Tests finden Sie Beispiele, an denen Sie ausprobieren können, ob Sie wirklich fit für das globale Dorf sind oder doch lieber etwas für Ihr Englisch tun sollten:
http://focus.msn.de/D/DB/DBU/DBU30/dbu30.htm
06) Unser Buchtipp: Neuseeland macht Spass Dieses Buch ist eine Art Reiseführer, aber nicht zu den berühmten Naturschönheiten des Landes, sondern zu den Menschen.
Es will zeigen, worüber Kiwis lachen, um ihnen auf diese Weise näher zu kommen. Der Verfasser lebt seit mehreren Jahren in Neuseeland und kommentiert seine sagenhaften Geschichten, humoristischen Erzählungen und Witze mit sachkundlichen Informationen und Illustrationen berühmter neuseeländischer Cartoonisten.
Die Neuseeländer werden von den meisten Besuchern ihres Landes stets als überaus gastfreundliche und aufgeschlossene Menschen beschrieben. Mit dem vorliegenden Buch will der Autor beweisen, dass die Kiwis auch einen ausgeprägten Sinn für Humor besitzen. Er hat zu diesem Zweck die neuseeländische Literatur durchforstet, dazu bei vielen Gelegenheiten aus der mündlichen Überlieferung humoristische Erzählungen und Witze aufgezeichnet und Karikaturen und Comics zusammengetragen.
Mit Neuseeland macht Spass ist ein kurzweiliges Buch entstanden, das auch als eine Einführung in die Kulturgeschichte des Landes gelesen werden kann. Es werden viele Bereiche des alltäglichen Lebens behandelt, u.a. die Welt der Maenner (blokes) und Frauen (sheilas), Freizeit und Sport.