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Neuseeland - Flora & Fauna

 In Neuseeland...
  • kommen statistisch gesehen auf einen Einwohner 15 Schafe,
  • gibt es weder Schlangen noch einheimische Landsäugetiere,
  • gibt es die kleinste Pinguinart der Welt,
  • gibt es Papageien, die im Hochgebirge leben,
  • gibt es die kleinste Orchideenart der Welt,
  • wächst die weltweit größte Baumfarnart.

Über Jahrmillionen war Neuseeland vom Rest der Welt isoliert. Dadurch konnte sich eine einzigartige Pflanzen- und Tierwelt entwickeln. Die Tier- und Pflanzenwelt Neuseelands gehört zu den außergewöhnlichsten der Erde. Große Teile der einheimischen Vegetation stehen unter Naturschutz, zu guten Teilen in Nationalparks.

 Neuseelands Wappentier

Durch die isolierte Lage blieb Neuseeland nur für Vögel und Meeressäugetiere (Wale, Delphine) erreichbar. Dies sorgte dafür, dass sich als einzige Landsäuger nur zwei Fledermausarten ansiedeln konnten. In der Folge verlernten einige Vogelarten mangels Feinden über Jahrmillionen das Fliegen.

Der bekannteste Vertreter ist sicherlich der Kiwi, das Nationaltier Neuseelands. Der nachtaktive Vogel ist etwa 30cm groß. Er ist sehr scheu und lebt nur in abgelegenen Gebieten. Die Kiwipopulation ist jedoch stark rückgängig. Eingeführte "Nutztiere" wie Marder, Wiesel, Hunde und Katzen machen dem Kiwi schwer zu schaffen.

In einigen Naturschutzgebieten kann man den scheuen Gesellen dennoch beobachten. Am späten Abend wagt sich der Kiwi aus dem Unterholz, um seinen Appetit zu stillen. Dann stochert er mit langem, spitzem Schnabel nach Essbarem im Waldboden.

 Vegetation

Neuseeland hat eine einzigartige Pflanzenwelt. Etwa 1500 der mehr als 2000 einheimischen Arten, unter anderem 60 verschiedene Orchideen- und knapp 200 Farnarten, gibt es nirgendwo sonst auf der Welt. Die besondere Lage ließ ein Klima zwischen Subtropen und gemäßigter Region entstehen und förderte den Wuchs eines immergrünen Regenwaldes.

Die ursprüngliche Vegetation wurde jedoch im Zuge der Besiedlung durch den Menschen stark in Mitleidenschaft gezogen. Dichte Wälder gibt es heute nur noch in unbesiedelten Gebieten sowie in Nationalparks und Naturschutzgebieten. Die immergrüne Vegetation bedeckte einstmals mehr als 2/3 des Landes. Heute sind nur noch ca. 25 % der Landesfläche Naturwald.

Der Kauri beispielsweise, eine bis zu 60 Meter hohe und mehr als 2.000 Jahre alt werdende Baumart, wurde stark dezimiert. Noch vor ca. 200 Jahren bedeckte ein üppig wuchender Urwald weite Teile der Nordinsel Neuseelands. Heute gibt es nur noch wenige dieser Urwaldriesen, die meisten fielen dem Raubbau durch die europäischen Siedler zum Opfer.

Die wenigen verbliebenen Bestände sind streng geschützt. Die Maori nutzten das Holz zum Haus- und Kanubau, auch das Harz war sehr begehrt. Die Europäer rodeten zudem große Waldflächen zur Gewinnung von Ackerland.

Im 20. Jahrhundert sind viele exotische Pflanzenarten, insbesondere schnell wachsende Nadelhölzer eingeführt worden und verdrängten so die Einheimischen.

 Tierische Einwanderer

Alle Haus- und Nutztiere wie Hunde, Katzen, Schafe und Rinder sind von den Immigranten mitgebracht worden, selbst Rotwild wurde eingeführt.

Eine riesige Plage sind die Australischen Opossums. Als Pelztiere eingeführt und gezüchtet, wurden sie bei abnehmender Nachfrage gedankenlos in die freie Wildbahn entlassen. Dieses stellte sich schon bald als fataler Fehler heraus.

Da sie keine natürlichen Feinde haben, kam es zu einer massenhaften Vermehrung. Heute leben geschätzte 80 Millionen Exemplare in Neuseeland, besonders auf der Nordinsel konnten sie sich ungehindert verbreiten und fressen die Vegetation ganzer Landstriche kahl.

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